Newsletter - Ausgabe 6


Vorwort
Ihnen ist möglicherweise bereits aufgefallen: die Sommer werden zunehmend heißer und trockener. Die Hitzebelastung hat über die letzten Jahre stetig zugenommen und auch die „Heißen Tage“, also Temperaturen von 30 °C oder mehr, haben zugenommen. Dies kann vor allem für vulnerable, also verletzbare oder empfindlichere Gruppen, ein gesundheitliches Risiko darstellen.
Deshalb haben wir in diesem Newsletter wichtige Informationen zum Thema Hitze und Sonneneinstrahlung zusammengefasst. Dabei möchten wir Ihnen einige Verhaltenstipps mit an die Hand geben und Ihnen den Geschäftsbereich Gesundheit des Landratsamts Ostalbkreis sowie den Klimaatlas der LUBW (Landesanstalt für Umwelt Baden – Württemberg) vorstellen. Zum Abschluss berichten wir wie gewohnt über vergangene sowie bevorstehende Veranstaltungen des Resilienzzentrums.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Herzliche Grüße
Sabrina Günther und Petra Weber
Infos & Tipps

In den Sommermonaten erreichen die Temperaturen oft Spitzenwerte, begleitet von intensiver UV-Strahlung.
Hitze ist eine Wetterbedingung, die durch verschiedene Merkmale gekennzeichnet ist. Dazu gehören hohe Außentemperaturen und die direkte Sonneneinstrahlung. In Kombination mit stehender Luft und hoher Luftfeuchtigkeit steigt die Belastung für den menschlichen Körper deutlich an.
Steigt die „Gefühlte Temperatur“ – also die empfundene Temperatur, die durch Sonneneinstrahlung, Wind, Luftfeuchtigkeit und Kleidung meist von der tatsächlich gemessenen Temperatur abweicht – im Sommer über einen Schwellenwert von etwa 32°C, wird eine amtliche Hitzewarnung vor einer „starken Wärmebelastung“ durch den Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Steigt die „gefühlte Temperatur“ über einen Schwellenwert von etwa 38°C, wird vor einer „extremen Wärmebelastung“ gewarnt – denn in beiden Fällen wird die Hitze zu einer Gefahr für die Gesundheit.
Neben hohen Temperaturen spielt jedoch auch die Sonneneinstrahlung an heißen Tagen eine wichtige Rolle – vor allem die UV-Strahlen. Diese sind ein natürlicher Teil des Sonnenlichts und werden in UVA- und UVB-Strahlen unterteilt. Beide können Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.
UV – Strahlen werden in unterschiedliche Indizes eingeteilt, durch die die jeweilige Belastung definiert wird.
UV - Index | Belastung | Schutzmaßnahmen |
1-2 | niedrig | Keine Schutzmaßnahmen |
3-5 | mittel | Schutz erforderlich: Entsprechende Kleidung und Lichtschutzfaktor für unbedeckte Haut |
6-7 | hoch | Schutz erforderlich: Entsprechende Kleidung und Lichtschutzfaktor für unbedeckte Haut |
8-10 | sehr hoch | Schutz absolut notwendig: Unbedingt Schatten aufsuchen und entsprechende Kleidung und Lichtschutzfaktor verwenden |
11 und höher | extrem | Schutz absolut notwendig: Unbedingt Schatten aufsuchen und entsprechende Kleidung und Lichtschutzfaktor verwenden |
Infos & Tipps
Bei großer Hitze kann es schnell zu Kreislaufproblemen und Erschöpfung kommen. Unser Körper versucht, sich durch Schwitzen abzukühlen, verliert dabei allerdings viel Flüssigkeit und wichtige Elektrolyte. Durch diesen Verlust können unter anderem Dehydrierung, also Austrocknung, Schwindel, Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall ein Hitzschlag folgen. Auch der Schlaf leidet unter den hohen Temperaturen, was zu Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten am Tag führen kann.
Die UV-Strahlung ist eine unsichtbare Gefahr. Ihre Wirkung spüren wir oft erst Stunden später. UV-Strahlen können sowohl kurzfristige (akute), als auch langfristige (chronische) Auswirkungen mit sich bringen. Kurzfristige Auswirkungen sind beispielsweise Sonnenbrände. Vorzeitige Hautalterung, dauerhafte Schäden an Hornhaut und Netzhaut und das Risiko für Hautkrebs sind langfristige Auswirkungen einer erhöhten UV-Belastung.
Besonders häufig betroffen sind ungeschützte Körperstellen wie Gesicht, Nacken und Arme – vor allem bei hellen Hauttypen und Kindern. Die Zahl UV-bedingter Hautkrebserkrankungen steigt tatsächlich seit Jahrzehnten an.
Die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen macht heiße Sommertage zu einer echten Herausforderung – doch mit dem richtigen Verhalten lassen sich viele dieser Gefahren vermeiden.
Infos & Tipps

- Trinken Sie ausreichend, um leistungsfähig zu bleiben und Flüssigkeitsverluste auszugleichen – mindestens 1,5 – 2 Liter am Tag, bei Hitze gern auch deutlich mehr. Am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Auf Alkohol und Kaffee sollte verzichtet werden – diese belasten den Kreislauf zusätzlich.
- Leicht verdauliche, wasserreiche Lebensmittel verzehren. Essen Sie Gemüse, wasserreiches Obst, Salate und mineralreiche Lebensmittel, um den Mineralverlust auszugleichen und den Kreislauf zu entlasten.
- Suchen Sie schattige Plätze auf und meiden Sie die pralle Sonne.
- Tragen Sie lange, weite, luftige und helle Kleidung und einen Sonnenhut. Dies schützt vor Überhitzung und direkter Strahlung.
- Unbedeckte Hautstellen sollten regelmäßig mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor ein- und nachgecremt werden.
- Schützen Sie Ihre Augen durch das Tragen einer Sonnenbrille. Diese sollte CE-gekennzeichnet sein und für einen guten Schutz die Hinweise „100% UV-Schutz“ oder „UV-400“ aufweisen.
- Machen Sie Ihr Zuhause hitzefest. Dunklen Sie Ihre Räume tagsüber ab und lüften Sie in der Nacht.
- Duschen Sie lieber lauwarm statt kalt. Kalte Duschen erschweren die Wärmeabgabe des Körpers. Feuchte Tücher, Ventilatoren oder ein kühles Fußbad helfen dem Körper zu temperieren.
- Den Körper nicht überfordern. Sport und körperliche Arbeit sollten, wenn möglich, in die kühleren Tageszeiten gelegt werden.
- Achten Sie auf andere. Achten Sie vor allem auch auf Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen und bieten Sie Ihre Hilfe an.
Weitere Tipps (auch für Eltern und Beschäftigte) sowie Informationen zum UV-Schutz finden Sie hier:
BZgA – Klima – Mensch – Gesundheit | UV-Strahlung und UV-Schutz
Landratsamt Ostalbkreis
Das Gesundheitsamt ist im Ostalbkreis als Geschäftsbereich Gesundheit Teil der Landkreisverwaltung und gleichzeitig des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Zentrale Aufgabe ist es, die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger im Ostalbkreis zu schützen und zu fördern. Auch die Beratung der, im Ostalbkreis lebenden, Bevölkerung zu allen Fragen rund um die Themen Gesundheit und Hygiene stellt eine zentrale Aufgabe des Gesundheitsamtes dar. Gesundheitsplanung, -versorgung und -förderung sind nur ein Teil der Aufgaben, die dabei im Mittelpunkt stehen.
Der Klimawandel bringt einige Veränderungen und neue Herausforderungen mit sich. Aus diesem Grund beschäftigt sich auch der Geschäftsbereich Gesundheit intensiv mit den gesundheitlichen Belastungen durch Hitze und möglichen präventiven Maßnahmen.
Um besser auf Hitzewellen vorbereitet zu sein, wurde im August 2024 der erste Hitzeaktionsplan für den Ostalbkreis veröffentlicht. Entwickelt wurde dieser vom Gesundheitsamt des Ostalbkreises in Kooperation mit einer Projektgruppe.
Der Hitzeaktionsplan enthält neben aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch viele Handlungsempfehlungen, wie Kommunen, Einrichtungen, aber auch Bürgerinnen und Bürger, besser mit extremer Hitze umgehen können.
Die Ziele des Hitzeaktionsplans gliedern sich dabei wie folgt:
- Sensibilisierung aller Bürgerinnen und Bürger gegenüber den Gefahren von Hitze und Hitzewellen
- Steigerung der Hitzeresilienz bei gleichzeitiger Verbesserung des Wohlbefindens
- Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitssystems
Im Zentrum stehen Maßnahmen, wie der Aufbau einer geeigneten Kommunikation von Hitzewarnungen, um die Bevölkerung bei bevorstehenden Hitzewellen rechtzeitig zu informieren. Besonders gefährdete Menschen, wie etwa chronisch erkrankte oder pflegebedürftige Menschen, sollen gezielt geschützt und versorgt werden. Daher wird auch das Fachpersonal im Hitzeaktionsplan gezielt angesprochen. Auch für den Alltag enthält der Hitzeaktionsplan hilfreiche Tipps zur Hitzevorsorge, wie etwa zum richtigen Trinkverhalten, zum Kühlen von Innenräumen oder zum Verhalten bei körperlicher Belastung.
Ausschnitt aus dem Hitzeaktionsplan – Maßnahmenvorschlag für eine akute Hitzeperiode:
Maßnahme | Zielgruppe |
Hitzeschutz für Menschen, die im Freien arbeiten
| Menschen, die im Freien arbeiten |
Der Hitzeaktionsplan ist ein wichtiger Schritt, um die Bevölkerung bei der Vorsorge und der Reduktion des Gefährdungspotenzials zu unterstützen. Er wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, damit der Ostalbkreis auch in Zukunft sicher auf die Hitze vorbereitet ist.
Hier finden Sie den Hitzeaktionsplan
Der Hitzeaktionsplan ist ein wichtiges Element in der Arbeit des Geschäftsbereichs Gesundheit zum Thema Hitze – aber längst nicht das Einzige. Auch weitere Projekte und Maßnahmen zum Thema Hitze und UV-Schutz wurden bereits umgesetzt.
Was konkret? Das erzählt uns Katrin Barth, Projektkoordinatorin Gesundheitsförderung und -versorgung, im Interview.
Interview mit Katrin Barth – Geschäftsbereich Gesundheit
Guten Tag Frau Barth. Herzlichen Dank, dass Sie sich heute für dieses Interview Zeit nehmen und unsere Fragen beantworten!
In der neuen Ausgabe unseres Newsletters behandeln wir das Thema Hitze- und UV-Schutz. Warum ist dieses Thema heute wichtiger denn je, auch in unserer Region?
Frau Barth: Das Thema Hitze- und UV-Schutz ist heute wichtiger denn je, weil sich das Klima messbar verändert – auch im Ostalbkreis. In den letzten Jahren verzeichnen wir häufiger heiße Tage. Diese Hitzewellen können nicht nur unsere Umwelt belasten, sondern auch unsere Gesundheit. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. Gleichzeitig steigt durch intensivere Sonnenstrahlung das Risiko für Hautschäden und Hautkrebs.
Deshalb ist es wichtig, aufzuklären: über richtigen Sonnenschutz, über Maßnahmen zur Hitzevermeidung und darüber, wie wir uns und andere im Alltag besser schützen können.
Der Geschäftsbereich Gesundheit ist im Landratsamt zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Hitze und UV-Strahlung.
Wir haben bereits über den Hitzeaktionsplan als wichtige Maßnahme für den Ostalbkreis berichtet. Welche weiteren konkreten Maßnahmen wurden außerdem umgesetzt, um die Bevölkerung im Ostalbkreis besser auf mögliche intensive Hitzewellen vorzubereiten?
Frau Barth: Das Gesundheitsamt des Ostalbkreises setzt den Fokus auf die Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung. Dazu wurden im letzten Jahr sechs Freibadaktionen in Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Aalen durchgeführt, um den Menschen die Themen Hitze, UV-Strahlung und Sonnenschutz näher zu bringen.
Zudem legt das Gesundheitsamt den Fokus auf die vulnerablen Gruppen, wie beispielsweise Kleinkinder, ältere oder pflegebedürftige Menschen oder auch chronisch kranke Menschen. Hierbei wurden Informationsmaterialien an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, wie beispielsweise pädagogische Fachkräfte und Pflegekräfte, ausgegeben.
Das Resilienzzentrum des Ostalbkreises entwickelte außerdem mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und dem Gesundheitsamt eine Mitmachbox für Kinderbetreuungseinrichtungen im Ostalbkreis. Im Mittelpunkt steht ein Kinderbuch mit der Geschichte des Eisbären Finn, durch das die Kinder wichtige Verhaltenstipps für heiße und sonnige Tage erlernen. Ergänzt wird das Kinderbuch durch praxisnahe Materialien wie Sonnenhut, Sonnenmilch, Sonnenbrille und Wasserflasche – wichtige Hilfsmittel, um sich im Alltag vor Hitze und UV-Strahlung zu schützen. Zur spielerischen und nachhaltigen Vermittlung sind neben einem neu komponierten Lied auch weitere tolle Mitmach-Ideen enthalten.
Um Bürgerinnen und Bürger zudem über den Umgang mit Medikamenten bei Hitze aufzuklären, wurde in Kooperation mit einer Fachapothekerin aus dem Ostalbkreis eine Übersicht mit wichtigen Tipps entwickelt. Diese befindet sich momentan im Druck und kann anschließend in den Apotheken im Ostalbkreis ausgelegt und an Bürgerinnen und Bürger ausgehändigt werden.
Gibt es bereits Pläne für weitere Projekte und Maßnahmen?
Frau Barth: Derzeit entsteht eine „Kühle-Orte-Karte“ für den Ostalbkreis. Ziel dieser Karte ist es, kühle Rückzugsorte in der Region sichtbar zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern leicht zugänglich bereitzustellen. Besonders an heißen Tagen sollen so Orte gefunden werden können, die Abkühlung bieten – etwa schattige Plätze, Bereiche in der Nähe von Gewässern oder öffentlich zugängliche, angenehm temperierte Gebäude.
Auch öffentliche Trinkbrunnen und Refill-Stationen, an denen kostenlos Trinkwasser erhältlich ist, werden in der Karte verzeichnet. Die „Kühle-Orte-Karte“ soll nicht nur Orientierung bieten, sondern auch einen Beitrag zum Hitzeschutz leisten. Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Entwicklungsphase.
Dann bedanke ich mich recht herzlich für das Gespräch und die anschaulichen Informationen rund um die Maßnahmen des Gesundheitsamts.
Möchten Sie den Bürgerinnen und Bürgern im Ostalbkreis abschließend noch etwas mit auf den Weg geben?
Frau Barth: Ja, sehr gerne. Ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger im Ostalbkreis ermutigen, sich gut auf Hitze vorzubereiten – sei es durch ausreichend Flüssigkeitszufuhr, den Aufenthalt im Schatten oder durch gezielte Vorsorge für ältere und gesundheitlich besonders gefährdete Menschen in der Nachbarschaft. Passen Sie in den heißen Tagen gut auf sich auf.
Weitere Informationen zum Hitzeaktionsplan und Dokumente, rund um das Thema Hitze, finden Sie hier!

Weiterführende Informationen
Das Kompetenzzentrum Klimawandel der LUBW (Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg) gibt darauf Antworten! Sie beobachten den Klimawandel, bewerten die Folgen und beraten zu Anpassungen.
Der Klimaatlas zeigt, wie sich Temperatur, Niederschlag oder Hitzetage in der Vergangenheit verändert haben und wie sie sich laut Prognose in der Zukunft entwickeln könnten. Über eine interaktive Karte lassen sich diese Entwicklungen für alle Regionen in Baden-Württemberg anzeigen.
Neben den Kartenmaterialien bietet der Klimaatlas auch Informationen zur möglichen Anpassung an den Klimawandel, also zu Maßnahmen, mit denen sich die Folgen von Hitze und anderen Extremwetterereignissen abmildern lassen. Dazu zählen beispielsweise städtebauliche Maßnahmen, aber auch konkrete Verhaltensanpassungen an heißen Tagen.
Auf der Unterseite Klimaanpassung finden Sie eine FAQ-Reihe mit ausführlichen Informationen und Broschüren. Bald sollen außerdem Good-Practice-Beispiele aus verschiedenen Kommunen Baden-Württembergs vorgestellt werden.
Ein Blick in den Klimaatlas lohnt sich! Unter diesem Link kann man selbst entdecken, wie sich das Klima in der Region entwickelt – und welche Wege es gibt, sich darauf einzustellen.
Hitzebedingte Todesfälle in Deutschland – Studie des Umweltbundesamts
Das Umweltbundesamt (UBA) hat gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut eine aktuelle Studie veröffentlicht, die die hitzebedingte Sterblichkeit in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse sind deutlich: Allein in den Sommern 2023 und 2024 sind jeweils rund 3.000 Menschen an den Folgen extremer Hitze verstorben – betroffen sind vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen.
Vor allem, wenn die nächtliche Abkühlung ausbleibt, steigt die Hitzebelastung und führt zu einer Erhöhung der Sterblichkeit. Städte sind dabei besonders betroffen, denn hier bilden sich sogenannte Hitzeinseln – Bereiche, in denen sich die Wärme durch unterschiedliche Versiegelungsgrade, fehlende Grünflächen und gute Wärmespeicherung besonders stark aufheizt und nur langsam wieder abkühlt.
Die Forschenden machen klar: Der Klimawandel wird die Übersterblichkeit in Zukunft noch weiter verstärken. Umso wichtiger ist es, Vorsorgemaßnahmen gezielt zu kommunizieren und umzusetzen und so gefährdete Menschen zu schützen.
Zur Pressemitteilung und Studie:
In eigener Sache
Wir blicken zurück auf die erste Übergabe unserer Mitmachbox „Eisbär Finn – Heißkalte Abenteuer“ – ein Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen im Ostalbkreis, passend zum Schwerpunktthema unseres Newsletters. Außerdem berichten wir über die gelungene erste Resilienzberatungsschulung des Resilienzzentrums Ostalbkreis und schauen voraus, was im nächsten Monat geplant ist.
Eisbär Finn – Heißkalte Abenteuer
Ganz gespannt lauschten die Kinder am 01. Juli 2025 bei bereits morgendlichen 27 Grad Celsius den Worten des Landrates Dr. Joachim Bläse im Kreishaus in Aalen, als dieser aus dem neuen Kinderbuch vorlas. Die Geschichte des Eisbären Finn ist Bestandteil der ersten Mitmachbox „Eisbär Finn – Heißkalte Abenteuer“ zum Thema Hitze- und UV-Schutz, die stellvertretend an die Kinder aus der Kinderbetreuungseinrichtung Ostalb-TigeR des Landratsamtes Ostalbkreis übergeben wurde. Mit der Übergabe beginnt nun offiziell die Verteilung an ca. 50 Kinderbetreuungseinrichtungen im Ostalbkreis.
Die Mitmachbox verfolgt das Ziel, Kinder frühzeitig für ein gesundheitsbewusstes Verhalten bei hohen Temperaturen zu sensibilisieren – denn Hitze und UV-Strahlung bergen ernstzunehmende Gesundheitsrisiken sowie Spätfolgen, die nicht unterschätzt werden sollten. Ein ausreichender Schutz ist daher von großer Bedeutung – zumal Risiken bereits durch einfache Maßnahmen gesenkt werden können.
Die vom Resilienzzentrum Ostalbkreis, gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und dem Geschäftsbereich Gesundheit, entwickelte Mitmachbox richtet sich gezielt an Kinderbetreuungseinrichtungen im Ostalbkreis. Im Mittelpunkt steht ein Kinderbuch mit der Geschichte des Eisbären Finn, durch das die Kinder wichtige Verhaltenstipps für heiße und sonnige Tage erlernen. Ergänzt wird das Kinderbuch durch praxisnahe Materialien wie Sonnenhut, Sonnenmilch, Sonnenbrille, und Wasserflasche – wichtige Hilfsmittel, um sich im Alltag vor Hitze und UV-Strahlung zu schützen. Zur spielerischen und nachhaltigen Vermittlung sind neben einem neu komponierten Lied auch weitere tolle Mitmach-Ideen enthalten.
Die Mitmachboxen, gefördert durch das Förderprojekt „Resiliente Regionen“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, konnten kostenfrei beim Resilienzzentrum bestellt werden. Die Nachfrage war allerdings so groß, dass aufgrund einer begrenzten Anzahl an zur Verfügung stehenden Boxen, nicht alle Anfragen bedient werden konnten. So wurden neben der Reihenfolge der Anfrage auch die Einrichtungen priorisiert, die sich in ausgewiesenen Hitzezonen befinden. Die große Nachfrage bestätigt die hohe Relevanz des Themas und zeigt, wie wichtig es ist, Sicherheit im Umgang mit Hitze und UV-Strahlung bereits im Kindesalter zu fördern.
Unterstützt wurde die Umsetzung des Projekts zusätzlich durch eine großzügige Spende der Aufbewahrungsboxen durch die Firma Betzold aus Ellwangen.
Auf der Internetseite des Resilienzzentrums stehen für Groß und Klein ebenfalls wertvolle Tipps zur Verfügung, wie man sich vor Hitze und hoher UV-Strahlung schützen kann sowie toller Spielspaß zum Ausmalen, Rätseln und Lernen.
Bild rechts: Mitmachbox „Eisbär Finn – Heißkalte Abenteuer“, Foto: Landratsamt Ostalbkreis
In eigener Sache
Die erste Resilienzberatungsschulung des Resilienzzentrum Ostalbkreis hat stattgefunden! 20 Teilnehmende nahmen über vier Schulungstermine, vom 24.06.25 – 03.07.25 an der Schulung im Kreishaus in Aalen teil.
In aufschlussreichen Vorträgen des Resilienzzentrums sowie in Gastvorträgen des Kreisbrandmeisters Andreas Straub und des Feuerwehrkommandanten Uwe Schubert der Stadt Schwäbisch Gmünd, erhielten die Teilnehmenden wertvolle Informationen rund um die Themen allgemeine Notfallvorsorge, Verhalten bei Gefahr und in Notsituationen sowie didaktische und psychologische Grundlagen.
Besonders praxisnah wurde es bei verschiedenen Übungsaufgaben, wie etwa beim gemeinsamen Zusammenstellen eines exemplarischen Notvorrats oder beim Schultern eines Notgepäcks. Die Schulung war lebendig gestaltet und bot viel Platz für Fragen, Austausch und persönliche Erfahrungen. Dabei lebte die Schulung auch von den Teilnehmenden, die mit Ihren tollen Ideen und Beiträgen zu einer kurzweiligen und wertvollen Schulung beigetragen haben.
Der Andrang auf die Schulung war sehr groß und schnell ausgebucht, da die Gruppengröße bewusst begrenzt wurde, um einen intensiven Austausch und nachhaltigen Lernerfolg zu ermöglichen. Eine Warteliste mit weiteren Interessierten liegt bereits vor.
Dass das Resilienzzentrum mit der Resilienzberatungsschulung genau den richtigen Nerv getroffen hat, zeigte, dass am 25.06.2025 ein Journalist des finnischen Fernsehens sich über unsere Schulung informierte und für die finnischen Nachrichten über das Projekt berichtet hat:
Hier der Link zum Fernsehbeitrag (ab 9:10 min)
Hier finden Sie außerdem den Presseartikel
Die gelungene Durchführung und die hohe Nachfrage zeigen deutlich, wie groß das Interesse und der Bedarf an einer guten Notfallvorsorge ist. Es bestätigt sich: Viele Bürgerinnen und Bürger möchten sich aktiv vorbereiten, um in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben – und ihre Resilienz zu stärken!
Vielen Dank an alle Teilnehmenden und Vortragenden für die tolle Zeit!
In eigener Sache

Krisenkönner – Sicher versorgt zu jeder Zeit: Temporäre Anlaufstelle zur Notfallvorsorge in Mögglingen
Extreme Wetterlagen, Stromausfälle oder andere Notlagen können jederzeit auftreten. Eine gute Vorbereitung kann im Ernstfall entscheidend sein. Um Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten der individuellen Notfallvorsorge zu informieren, richtet das Resilienzzentrum Ostalbkreis eine temporäre Anlaufstelle in Mögglingen ein.
Fragen wie „Was kann ich tun, wenn der Strom ausfällt?“, „Wie packe ich mein Notgepäck“ oder „Wie stelle ich einen Notvorrat zusammen?“ stehen dabei im Mittelpunkt.
Neben informativen Anschauungsmaterialien besteht die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Mitarbeitenden des Resilienzzentrums vor Ort.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten und bietet Informationen über grundlegende Maßnahmen der Eigenvorsorge sowie praktische Hilfestellungen für den Alltag.
Das Resilienzzentrum Ostalbkreis lädt herzlich dazu ein, vorbeizukommen, Fragen zu stellen und sich zu informieren.
Die Anlaufstelle ist am 01.08.2025 von 13:00 – 16:00 Uhr und am 02.08.2025 von 9:00 – 13:00 Uhr im alten Schulhaus, Schulstraße 3, in Mögglingen geöffnet.
Vorab können Sie sich auf der Internetseite des Resilienzzentrums Ostalbkreis informieren.
Rezeptideen für den Sommer
Rezept 1: Melonen-Gurken-Feta-Salat
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Zutaten für 2 Personen:
125g Rucola | 50g Walnüsse |
½ Salatgurke | 2 EL Crema di Balsamico |
1kg Wassermelone | 2 EL Olivenöl |
75g Feta | Saft von 1 Limette |
½ rote Zwiebel | Salz |
½ Knoblauchzehe | Pfeffer |
etwas Minze | evtl. einige Scheiben Baguette |
Zubereitung
Rucola abwaschen und trocken schleudern. Gurke waschen, eventuell schälen und in Viertel schneiden. Wassermelone in Spalten schneiden. Die Schale sowie Kerne entfernen und weiter in Würfel schneiden. Feta ebenfalls würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.
Die Minze waschen, trocken tupfen, Blättchen abzupfen und fein hacken.
Crema di Balsamico, Olivenöl und Limettensaft miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Salatzutaten, Walnüsse und Dressing in einer Schüssel vermischen.
Nach Belieben mit etwas Baguette servieren.
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Wartezeit: 1 Stunde
Zutaten:
300g Brombeeren (oder beliebige Obstsorten nach Saison) | 4 EL Zucker |
1l Wasser | 2 Beutel Schwarztee |
1 Zitrone | Eiswürfel |
nach Belieben Minzblätter und Brombeeren |
Zubereitung
1. Die Brombeeren waschen und mit dem Zucker und 500ml Wasser in einem Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend durch ein Sieb in eine Schüssel gießen und abkühlen lassen.
2. In der Zwischenzeit den Schwarztee aufgießen. Dazu 250ml Wasser aufkochen und die Teebeutel 3-4 Minuten darin ziehen lassen. Die Beutel herausnehmen, 250ml kaltes Wasser zugeben und den Tee vollständig abkühlen lassen.
3. Die Zitrone auspressen und den Saft zum Tee geben. Anschließend können der abgekühlte Tee und Brombeersirup in einer Kanne zusammengeführt werden. Einige Eiswürfel dazugeben und bei Bedarf mit Brombeeren und Minzblättern verfeinern.
Tipp: Das Rezept funktioniert auch super mit anderen Obstsorten wie beispielsweise Kirschen, Johannisbeeren oder Pfirsichen – also alles was der Garten bietet!
