Infoabend im DRK-Zentrum Schwäbisch Gmünd
Infoabend im DRK-Zentrum Schwäbisch Gmünd: Notfallvorsorge leicht gemacht
Bei einem Infoabend im DRK-Zentrum Schwäbisch Gmünd gaben Experten Tipps zur Notfallvorsorge. Über 80 Bürgerinnen und Bürger lernten, wie sie sich auf Krisensituationen vorbereiten können.
Eine Krisensituation wie starkes Unwetter, Hochwasser oder ein plötzlicher Stromausfall kann jederzeit eintreten. Wie man sich auf solche Notfälle vorbereitet und im Ernstfall einen kühlen Kopf bewahrt, darüber informierten verschiedene Akteure bei einem Informationsabend im DRK-Zentrum. Mehr als 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadtteilkoordination.
Nach der Begrüßung durch Stadtteilkoordinatorin Birgit Klein eröffnete Gerd Hagele, Leiter des Rechts- und Ordnungsamtes, die Veranstaltung. Er betonte, dass die Stadt zwar für große Katastrophen Vorsorge treffe, im Notfall aber auch die private Vorbereitung entscheidend sei.
Wie diese aussehen kann, erläuterte Sabrina Günther vom Resilienzzentrum Ostalb. Zur Notfallvorsorge zählen unter anderem ein Vorrat an Lebensmitteln sowie ein griffbereiter Notfallkoffer für eine mögliche Evakuierung. Dieser müsse nicht aufwendig gepackt sein: Decke, Kleidung, Taschenlampe, Radio, Hygieneartikel und festes Schuhwerk seien meist bereits vorhanden. Eine beigefügte Checkliste für wichtige Dinge wie Ausweise, Medikamente oder Geld können zusätzlich helfen.
Zudem stellte Günther Warn-Apps wie NINA und die App des Deutschen Wetterdienstes vor.
Anschließend erklärte Max Schamberger von der Schwäbisch Gmünder Feuerwehr das dreistufige Notfallmanagement der Stadt, bestehend aus Vorsorge, Notfallleuchttürmen und Notfalltreffpunkten. Er unterstrich, dass eine gute Vorbereitung im Ernstfall entscheidend zur Versorgung beitrage und die zugleich die Einsatzkräfte entlaste. Notfallleuchttürme, meist die örtlichen Feuerwachen, können von Bürgerinnen und Bürgern zu Fuß aufgesucht werden, um Notrufe abzusetzen, falls Telefonverbindungen ausfallen. Darüber hinaus stehen im Stadtgebiet 15 Notfalltreffpunkte als sichere Anlaufstellen zur Verfügung. Dort werden Informationen bereitgestellt, Spontanhelfer koordiniert und eine Notstromversorgung sichergestellt.
Kai Scheppelmann vom DRK veranschaulichte anhand von Erfahrungen aus dem Ahrtal die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes und zeigte auf, wie Einsätze organisiert sind und welche Helfergruppen es in Schwäbisch Gmünd gibt. Gleichzeitig war er für ehrenamtliches Engagement und betonte, dass sich jede und jeder Interessierte aktiv einbringen können. Dr. Benjamin Birami, Klimaanpassungsmanager der Stadt, zeigte schließlich, wie Bürgerinnen und Bürger sich über Überflutungsrisiken informieren könne, etwa über Starkregenkarten und den Kartendienst des LUBW.
Im Anschluss nutzen viele Gäste die Gelegenheit, sich an Infoständen weiter auszutauschen, Rettungsfahrzeuge zu besichtigen und mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen.