Newsletter - Ausgabe 8
Vorwort
unsere Sicherheit im Alltag ist ein hohes Gut. Doch manchmal verändern unerwartete Ereignisse vertraute Strukturen und plötzlich wird, was wir für selbstverständlich hielten, zur Herausforderung. Die neue Ausgabe des BBK-Notfallratgebers zeigt, dass Krisenvorsorge mehr ist als nur Vorräte anzulegen. Sie beginnt mit einer Frage, die jeden Haushalt betrifft: Was passiert, wenn wir plötzlich auf uns selbst gestellt sind?
In unserem neuen Newsletter erfahren Sie, wie Sie Ihre Eigenvorsorge Schritt für Schritt aufbauen können. Vom systematischen Vorrat an Wasser, Lebensmitteln und wichtigen Medikamenten über die richtige Sicherung von Dokumenten bis hin zu Strategien, um sich selbst und andere zu schützen.
Abgerundet wird die Ausgabe durch einen Blick in die vergangenen Veranstaltungen sowie einen Ausblick auf zukünftige Themen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!
Herzliche Grüße
Ihr Team des Resilienzzentrums Ostalbkreis
Infos & Tipps
Krisenvorsoge bedeutet, sich bewusst auf mögliche Ausnahmesituationen im Alltag vorzubereiten und dadurch handlungsfähig zu bleiben, wenn gewohnte Abläufe plötzlich stillstehen. Es geht darum, Verantwortung für sich selbst und das eigene Umfeld zu übernehmen und im Ernstfall nicht nur auf Hilfe zu warten, sondern selbst vorbereitet zu sein und andere unterstützen zu können.
Dadurch entsteht ein starkes Miteinander, das im Ernstfall dazu beiträgt, Einsatzkräfte zu entlasten und Hilfe dort ankommt, wo sie wirklich dringend gebraucht wird.
Im Alltag läuft vieles selbstverständlich. Strom, Internet und Telefon stehen jederzeit zur Verfügung. Auch sind die Katastrophenschutzorganisationen in Deutschland gut vorbereitet, um im Ernstfall schnell zu reagieren. Doch stellen Sie sich vor, plötzlich fällt etwas davon aus – und manchmal kann die Hilfe nicht sofort eintreffen. Wie würden Sie in einer solchen Situation handeln?
Genau hier zeigt sich, wie wichtig die eigene Vorsorge ist. Wer schon vorher einige einfache Maßnahmen getroffen hat, bleibt ruhiger, handlungsfähig und kann nicht nur sich selbst, sondern auch Familie, Nachbarn oder andere im eigenen Umfeld unterstützen. Eigenvorsorge bedeutet, sich frühzeitig kleine Sicherheitsnetze aufzubauen zum Beispiel durch einen Notfallrucksack, einen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser sowie durch Wissen über wichtige Anlaufstellen wie „Notfalltreffpunkte“ oder sogenannte „Leuchttürme“. So bleibt man im Ernstfall handlungsfähig, kann ruhiger reagieren und ist besser auf unvorhergesehene Situationen vorbereitet.
Landrat Dr. Joachim Bläse erklärt, welche Bedeutung gute Vorbereitung hat:
„Wer sich zu Hause gut vorbereitet, Vorräte für drei bis zehn Tage anschafft sowie ein Kurbelradio für den Fall, dass das Handy nicht geladen werden kann zur Verfügung hat, kann in einer Krise auch den Blick für Nachbarn und ältere Menschen im Umfeld haben. Dadurch können unsere Einsatzkräfte entlastet werden, um genau dort, wo sie wirklich gebraucht werden, ihre Arbeit zu verrichten: bei echten Notlagen, nicht bei vier Zentimetern Wasser im Keller oder einem Ast auf der Straße.“
Alle Haushalte sollten sich möglichst zehn Tage selbst versorgen können. Wenn das vielleicht aus finanziellen oder räumlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, hilft schon ein Vorrat für drei Tage, auf dem Sie Schritt für Schritt aufbauen können, denn jede Vorbereitung ist wertvoll.
Ein sinnvoller Wasservorrat umfasst idealerweise mind. 2 Liter pro Person und Tag, davon 1,5 Liter als Trinkwasser und 0,5 Liter zum Kochen. Denken Sie auch an den Wasserbedarf Ihrer Haustiere.
Die Zusammenstellung eines Vorrats an Lebensmittel hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab und sollte Allergien und Essgewohnheiten aller Haushaltsmitglieder wie z.B. Kindern und Haustieren berücksichtigen. Dabei ist zu beachten, dass die Lebensmittel haltbar sein sollten und möglichst ohne Kühlung auskommen. Sie sollten vorzugsweise eine kurze Garzeit haben, um Energie zu sparen, zum Beispiel bei der Nutzung eines Campingkochers oder Grills. Ein gut geplanter Vorrat kann in vielen Situationen hilfreich sein, z.B. bei Stromausfällen, extremen Wetterlagen, plötzlichen Erkrankungen oder leeren Regalen im Supermarkt.
Weitere Tipps zur Haltbarkeit:
- Lagern Sie Lebensmittel trocken, dunkel und vor Wärme geschützt. So verlängern sich Haltbarkeit und Qualität.
- Verpackungen sind oft luftdicht und schützen vor Feuchtigkeit. Bei Bedarf können Sie vakuumieren oder in luftdichte Behälter umfüllen.
- Überprüfen Sie Vorräte einmal im Jahr auf Ablaufdatum und Zustand und verwenden Sie ältere Produkte zuerst.
Beispiele dafür, welche Lebensmittel besonders lange haltbar sind, finden Sie in der folgenden Tabelle:
Lebensmittel | Hinweise zur Haltbarkeit |
Getreide & Hülsenfrüchte (Reis, Nudeln, Haferflocken, Linsen, Bohnen) | Trocken, dunkel, luftdicht lagern, Haltbarkeit mehrere Jahre |
Konserven (Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch) | Originaldose ungeöffnet, mehrere Jahre haltbar, einfach zuzubereiten |
Trockenprodukte (Nüsse, Trockenfrüchte, Milchpulver) | Trocken lagern, luftdicht, Haltbarkeit bis über ein Jahr |
Fertiggerichte (Instantnudeln, Fertigsuppen, Backmischungen) | Ungeöffnet lange haltbar, schnell zubereitbar |
Öle & Fette (Pflanzenöl, Ghee) | Dunkel, kühl lagern, stabil über mehrere Monate |
Honig | Trocken, dunkel gelagert, unbegrenzt haltbar |
Pumpernickel | Vakuumiert, sehr lange haltbar |
Entnommen aus: Vorrat für den Notfall: Welche Lebensmittel gehören auf die Liste? – Krisenvorsorge Notfallplan
Beispielvorräte und weitere Tabellen zur Haltbarmachung, Lagerung sowie ein Vorratskalkulator sind auf der Webseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung unter Ernährungsvorsorge zu finden.
Medizinisch vorbereitet sein
Eine gute ausgestattete Hausapotheke hilft, kleine medizinische Notfälle selbst zu behandeln.
Sie sollte persönliche verschreibungspflichtige Medikamente erhalten. Dazu sollte die Hausapotheke z.B. einen DIN-Verbandkasten, Pflaster, Mullbinden und Desinfektionsmittel für Haut und Wunden, Schmerzmittel, Fieberthermometer, Mittel gegen Erkältung, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Insektenstich- und Sonnenbrandsalbe sowie eine Pinzette für Splitter enthalten. Achten Sie darauf, Medikamente regelmäßig zu überprüfen und das Ablaufdatum im Blick zu halten.
Es ist ratsam, regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse zu besuchen, um lebensrettende Maßnahmen zu üben und Kenntnisse aufzufrischen. Informationen und Kurse finden Sie z.B. beim Deutschen Roten Kreuz unter Erste Hilfe – Tipps & Maßnahmen – DRK e.V.. Dort wird auch anschaulich erklärt, wie lebensrettende Maßnahmen in drei Schritten durchgeführt werden können. Ebenso bieten die Malteser Erste-Hilfe-Schulungen mit Selbstschutzinhalten an. Diese vermitteln zusätzlich praktische Fähigkeiten, um in außergewöhnlichen Situationen wie Stromausfällen, Pandemien oder anderen Krisen handlungsfähig zu bleiben und sowohl sich selbst als auch andere helfen zu können. Weitere Informationen finden Sie hier.
Im Ernstfall zählt oft jede Minute und dann kann es entscheidend sein, wichtige Unterlagen schnell griffbereit zu haben. Wenn das Zuhause unerwartet verlassen werden muss, braucht es häufig Nachweise zur Identität, für Versicherungen oder rechtliche Ansprüche. In ruhigen Zeiten lohnt es sich daher besonders, diese Dokumente gut strukturiert vorzubereiten.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Dokumente in welcher Form aufbewahrt werden sollten:
Kategorie | Beispiele |
Originale | Dokumente zur Identität wie z.B. Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunde und Personalausweis |
Original/ beglaubigte Kopie | • Nachweise über Besitz wie z.B. Sparbücher, Aktien, Grundbucheinträge, Kaufverträge, Renten- und Einkommensbescheinigungen • Versicherungsunterlagen, Verträge, Qualifikationsnachweise (Zeugnisse) • Rechtliche Dokumente (z.B. Vollmachten, Testamente, gerichtliche Entscheidungen) |
Einfache Kopie | • Ausweisdokumente (z.B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein) • Grundbuchauszüge, Zahlungsbelege für Versicherungen • Bescheide von Behörden • Impfpass |
Entnommen aus der BBK Broschüre: BBK – Vorsorgen für Krisen und Katastrophen
Alle wichtigen Dokumente sollten möglichst in einer feuer- und wasserfesten Dokumentenmappe gebündelt und an einem sicheren, schnell zugreifbaren Ort aufbewahrt werden. Der Aufbewahrungsort sollte allen Haushaltsmitgliedern bekannt sein. Zusätzlich können Kopien bei Vertrauenspersonen oder einer Bank oder Notar hinterlegt werden. Außerdem ist es sinnvoll, Fotos von Wertgegenständen für Versicherungszwecke anzufertigen und den Zustand der Wohnung oder des Hauses zu dokumentieren.
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Digitale Dokumentensicherung
Ergänzend zur Papierform empfiehlt sich eine digitale Sicherung wichtiger Unterlagen, um im Notfall jederzeit darauf zugreifen zu können. Dadurch sind die Unterlagen vor Verlust durch Feuer, Wasser oder Diebstahl geschützt und ortsunabhängig verfügbar.
Digitale Dokumente können beispielweise gespeichert in:
– einer Cloud (z. B. Google Drive, OneDrive, Dropbox)
– einem USB-Stick oder einer externen Festplatte
Dabei sollten Datenschutz und Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Europäische Anbieter können hier oft zusätzliche Sicherheit durch strengere Datenschutzrichtlinien bieten.
Quelle: www.pnp.de
Im Ernstfall
Weitere Informationen zum Projekt finden sie hier: BBK – Meilenstein der Bevölkerungswarnung: ISF-Projekt Warnung der Bevölkerung erfolgreich abgeschlossen
Offizielle Warnungen werden in Deutschland über verschiedene Kanäle verbreitet, zum Beispiel über Warn-Apps wie die NINA-App, Radiosender oder direkt über das Mobilfunknetz. Darüber hinaus wurde die Cell Broadcast-Technik eingeführt, die viele Mobiltelefone gleichzeitig erreicht und automatisch und schnell vor Gefahren wie Unwettern oder Stromausfällen warnt. Informationen zu dieser Technik und zur Funktionsweise von Warnsystemen bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter Warnung in Deutschland.
Ein wichtiger Bestandteil der lokalen Gefahrenwarnung sind Sirenensignale. Was welches Signal bedeutet und wie Sie darauf reagieren sollten, erklärt das BBK auf seiner Informationsseite zu Sirenenwarnungen. Dort erfahren Sie auch, welche Signale es gibt und wie sie sich von anderen Warnformen unterscheiden.
Worauf Sie bei Warnungen achten sollten
Wenn Sie eine Warnung erhalten, sei es z.B. über die Warn-App NINA, Sirenen, Radio oder Cell Broadcast, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und auf folgende Punkte zu achten:
- Quelle prüfen: Offizielle Warnungen stammen immer von Behörden oder von Ihrer Kommune.
- Handlungsanweisungen beachten: Viele Warnungen enthalten konkrete Empfehlungen, z.B. Türen und Fenster geschlossen halten, elektrische Geräte ausschalten oder Notfalltreffpunkte aufsuchen.
- Mit Familie und Nachbarn abstimmen: Stellen Sie sicher, dass jeder im Haushalt oder Umfeld die Warnung versteht und weiß, welche Schritte er/sie unternehmen sollte.
- Informationen sammeln: Notieren Sie wichtige Telefonnummern, Ansprechpersonen und mögliche Sammelpunkte für den Ernstfall.
- Warnungen ernst nehmen, aber nicht in Panik geraten: Panik kann Entscheidungen erschweren und gefährlich sein. Daher lieber überlegt handeln.
Mit diesen Schritten behalten Sie den Überblick und können schnell und gezielt reagieren, ohne sich selbst/andere unnötig zu gefährden.
Bereit für den Ernstfall
Wenn eine plötzliche Evakuierung ansteht – sei es durch eine Überflutung, einen schweren Brand im Wohngebiet oder einen langanhaltenden Blackout – bleibt keine Zeit zum Packen. Für diesen Fall sollte ein vorbereitetes Notgepäck (am besten ein Rucksack pro Person) griffbereit parat stehen. Das Ziel ist es, damit die ersten zwei bis drei Tage eigenständig zu überstehen.
Zum Notfallrucksack gehören zum Beispiel Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, wichtige Dokumente, eine Taschenlampe, ein Erste-Hilfe-Set, warme Kleidung sowie persönliche Medikamente. Auch ein Ladegerät oder eine Powerbank kann sinnvoll sein. Bei der Zusammenstellung sollte auch die individuelle Lebenssituation berücksichtigt werden. Für Familien mit Kindern können zum Beispiel zusätzliche Hygieneartikel, Beschäftigungsmöglichkeiten oder Lieblingsgegenstände der Kinder wichtig sein. Ebenso sollten Haustiere eingeplant werden, etwa mit Futter, Wasser und notwendigen Utensilien für einige Tage.
Eine gute Orientierung bietet die Checkliste des BBKs mit einer detaillierten Übersicht für einen vollständigen Notfallrucksack. Weitere Informationen und Checklisten finden Sie hier.
Bewährte Tipps
- Ruhig bleiben und Überblick verschaffen:
Atmen Sie bewusst ein und aus, um klar denken zu können. Prüfen Sie zuerst, welche unmittelbaren Gefahren bestehen. - Prioritäten setzen:
Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Aufgaben – Sicherheit, Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung. - Notfallpläne abrufen:
Greifen Sie auf vorbereitete Notfallpläne oder Checklisten zurück. Wer vorher geübt hat, handelt schneller und sicherer. - Kontakte nutzen:
Informieren Sie Familie, Nachbarn oder Freunde, wenn möglich. Koordinieren Sie gemeinsam die nächsten Schritte. - Warnungen beachten:
Nutzen Sie Warn-Apps wie NINA oder KATWARN, Radio oder andere offizielle Kanäle, um aktuelle Informationen zu erhalten. - Ressourcen prüfen:
Verschaffen Sie sich einen Überblick über Vorräte, Notgepäck, wichtige Medikamente und Dokumente. - Sicherheit der Umgebung prüfen:
Achten Sie auf mögliche Gefahrenquellen wie Stromleitungen, elektrische Geräte, Gasinstallationen oder andere potenzielle Brandquellen sowie brennbare Materialien. - Grundbedürfnisse sichern:
Trinken, Essen, Wärme und Ruhe sind bedeutend, um körperlich und geistig handlungsfähig zu bleiben. - Kinder und vulnerable Personen einbeziehen:
Erklären Sie ruhig, was gerade passiert, und beziehen Sie sie altersgerecht in Entscheidungen ein. - Dokumente, Wertsachen und Notgepäck griffbereit halten:
So können Sie bei Bedarf schnell handeln. - Technische Hilfsmittel nutzen:
Powerbanks, netzstromunabhängige Radios oder Kurbelradios sichern Kommunikation und Information, wenn Strom oder Mobilfunknetz ausfallen. - Notfalltreffpunkte und Leuchttürme kennen:
Informieren Sie sich, wo sich lokale Notfalltreffpunkte, Leuchttürme oder Krankenhäuser befinden.
Die genannten Hinweise können dabei helfen, in belastenden Situationen ruhiger zu reagieren und den Überblick zu behalten. Es wird deutlich, dass der Umgang mit Krisen nicht nur von einzelnen Maßnahmen abhängt, sondern auch davon, wie gut Menschen vorbereitet sind und wie sicher sie sich in ihrem Handeln fühlen.
Genau hier setzt unsere Resilienzberatungsschulung an. Sie vermittelt praxisnahes Wissen und unterstützt dabei, die eigene Handlungssicherheit zu stärken und in herausfordernden Situationen einen klaren Kopf zu bewahren. Die Schulung richtet sich an alle, die sich intensiver mit dem Thema Krisenvorsorge auseinandersetzen möchten und Wert darauf legen, sowohl für sich selbst als auch für ihr Umfeld besser vorbereitet zu sein und dieses Wissen im eigenen Wirkungskreis weiterzugeben.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Wichtige Ereignisse
Das Resilienzzentrum Ostalbkreis erhält im Rahmen des Bundesförderungsprogramms „Resiliente Regionen – Verstetigung und Wissenstransfer“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eine Förderung in Höhe von 200.000 € für das Jahr 2026. Mit der Förderung können bestehende Angebote zur Krisenvorsorge weiterentwickelt und in der Region stärker verankert werden. Ein zentraler Bestandteil ist die Resilienzberatungsschulung, die Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Krisenvorsorge befähigt. Das Angebot wird durch digitale Informationsformate wie eine kontinuierlich weiterentwickelte Plattform und einen Newsletter ergänzt.
Am 18. April 2026 war das Resilienzzentrum Ostalbkreis im Rahmen eines Kommunalkongresses im Deutschen Bundestag in Berlin vertreten. Im Workshop „Redundant und resilient – wie du deine Kommune krisenfit bekommst“ fand ein Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und kommunaler Praxis zur Stärkung kommunaler Krisenfestigkeit statt.
Das Resilienzzentrum brachte dabei seine kommunale Perspektive ein und stellte Ansätze zur Verbesserung von Vernetzung, Informationsangeboten und Selbsthilfefähigkeit vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen als erste staatliche Ebene in Krisensituationen besser unterstützt und resilienter aufgestellt werden können.
Bildquelle: Resilienzzentrum Ostalbkreis
Zweite Resilienzberatungsschulung
Mit dem Motto „Auf Krisensituationen gut vorbereitet sein“ hat das Resilienzzentrum Ostalbkreis die zweite Resilienzberatungsschulung erfolgreich durchgeführt. An vier Terminen im April 2026, vom 13.04.26 – 23.04.26, kamen 20 Teilnehmende im Berufsschulzentrum Schwäbisch Gmünd zusammen, um sich intensiv mit dem Thema Krisenvorsorge auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Inhalte, wie der Aufbau eines Notfallrucksacks, der Umgang mit Warnsystemen sowie das richtige Verhalten in unterschiedlichen Krisensituationen. Ergänzt wurden diese durch Informationen zu Notfalltreffpunkten und sogenannten „Leuchttürmen“ im Ostalbkreis.
Auch die zweite Durchführung zeigt, dass das Angebot sehr gut angenommen wird und einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Krisenfestigkeit in der Bevölkerung leistet.
Nicht verpassen
Veranstaltungstipps
Vom 06.08.2026 bis 09.08.2026 ist das Resilienzzentrum Ostalbkreis gemeinsam mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr im Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau Ellwangen 2026 vertreten.
Während das Ministerium Ländlicher Raum den Notvorrat und begleitende Infomaterialien präsentiert, ergänzt das Resilienzzentrum die Ausstellung unter anderem um Themen wie Warnung der Bevölkerung, Dokumentensicherung und Notgepäck. Besucherinnen und Besucher erhalten praktische Informationen und Anregungen, wie sie sich auf außergewöhnliche Situationen im Alltag besser vorbereiten können.
Besuchen Sie uns auf der Landesgartenschau 2026 in Ellwangen. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke rund um die persönliche Krisenvorsorge und Resilienz in der Krise.
Blaulichttag 27.09.2026
Auch am 27.09.2026 sind wir im Rahmen des Blaulichttags erneut auf der Landesgartenschau Ellwangen 2026 vertreten.
Gemeinsam mit unterschiedlichen Organisationen und Akteuren des Bevölkerungsschutzes erwarten Sie spannende Einblicke in die Arbeit von Einsatz- und Hilfskräften sowie zahlreiche Informationen rund um Vorsorge, Sicherheit und Resilienz.
Besuchen sie unseren Stand, kommen Sie mit uns ins Gespräch und erfahren Sie mehr darüber, wie Krisenvorsorge gelingen kann.
Wie gut ist unsere Gesellschaft eigentlich auf Krisen vorbereitet – und was bedeutet Vorsorge konkret?
Im Resilienzzentrum Ostalbkreis, als Teil des Geschäftsbereichs Brand- und Katastrophenschutz, beschäftigen wir uns genau mit diesen Fragen. Als ein vom Bund und Land Baden-Württemberg gefördertes Pilotprojekt verfolgen wir das Ziel, den Ostalbkreis und seine Bevölkerung widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Katastrophen zu machen. Wer sich für Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz interessiert, kann sich ab sofort für ein Praktikum bei uns bewerben und einen Blick hinter die Kulissen unserer Arbeit werfen.
Das Praktikum richtet sich sowohl an Studierende im Pflichtpraktikum als auch an freiwillig Interessierte (Dauer in der Regel 12 Wochen). Praktikantinnen und Praktikanten wirken bei laufenden Projekten, Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit mit und erhalten Einblicke in zentrale Aufgabenbereiche wie Netzwerkarbeit, Projektentwicklung sowie die Konzeption von Informations- und Bildungsangeboten. Dabei bietet das Praktikum die Chance, praktische Erfahrungen in einem vielseitigen und zukunftsrelevanten Arbeitsfeld zu sammeln und Einblicke in die Arbeit eines geförderten Pilotprojekts im Bereich Bevölkerungsschutz zu gewinnen.
Wenn Sie Interesse an einer aktiven Mitarbeit und am Mitgestalten von Projekten haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Hier geht es zur Bewerbung.
Bundesfreiwilligendienst (BFD)
Sie möchten sich gesellschaftlich engagieren und gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln?
Ab September 2026 bietet das Resilienzzentrum Ostalbkreis die Möglichkeit, einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Bereich Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz zu absolvieren.
Als Teil des Teams erhalten Bundesfreiwilligendienstleistende Einblicke in die vielseitige Arbeit des Resilienzzentrums und unterstützen unter anderem bei Veranstaltungen, Projekten sowie Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Bundesfreiwilligendienst bietet die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, neue Erfahrungen zu sammeln und gesellschaftlich relevante Themen aktiv mitzugestalten.
Bewerbungen für den Bundesfreiwilligendienst ab September 2026 sind ab sofort hier möglich.










