Resilienzzentrum Ostalbkreis im Bundestag zu Gast
Am 18. April 2026 war das Resilienzzentrum Ostalbkreis im Rahmen des Kommunalkongresses der Bündnis 90/Die Grünen im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin vertreten.
Unter dem Titel „Redundant und resilient – wie du deine Kommune krisenfit bekommst“ fand ein Workshop zur Stärkung kommunaler Krisenresilienz statt, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und kommunaler Praxis zusammenkamen, um über die Zukunft kommunaler Krisenfestigkeit zu diskutierten.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Städte und Gemeinden als erste staatliche Ebene in Krisensituationen gestärkt werden können und welche Rahmenbedingungen es auf Bundes- und Landesebene braucht, um kommunale Resilienz nachhaltig aufzubauen.
Das Resilienzzentrum brachte sich mit einer klaren kommunalen Praxisperspektive in die Diskussion ein und stellte konkrete Ansätze aus der täglichen Arbeit zur Stärkung lokaler Krisenfestigkeit vor. Sabrina Günther, Koordinatorin des Resilienzzentrums, präsentierte im Panel die Arbeit des Resilienzzentrums und zeigte auf, wie kommunale Resilienz konkret aufgebaut und in den Alltag der Bevölkerung übertragen werden kann. Dabei wurden insbesondere Informationsangebote, Vernetzung sowie die Stärkung der Selbsthilfefähigkeit als zentrale Elemente hervorgehoben.
Am Beispiel des Ostalbkreises wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen auf kommunaler Ebene sein können. Als drittgrößter Landkreis in Baden-Württemberg mit zahlreichen Städten und Gemeinden verdeutlicht er exemplarisch die Bedeutung gut vernetzter kommunaler Strukturen.
In ihrem Beitrag betonte Frau Günther die wachsende Relevanz von Resilienz angesichts aktueller Herausforderungen wie zunehmende Extremwetterereignissen, Hitzeperioden, Wasserknappheit sowie der allgemeinen sicherheitspolitischen Lage. Zudem hob sie hervor, dass viele Menschen grundsätzlich sensibilisiert sind, jedoch weiterhin Bedarf an verständlicher, praxisnaher Information besteht.
Im weiteren Verlauf des Workshops diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam über konkrete Schnittstellen zwischen kommunaler Praxis, Landes- und Bundesebene sowie über Best-Practice-Ansätze aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Dabei zeigt sich, dass eine resiliente Kommune nicht nur von Ausstattung und Strukturen lebt, sondern ebenso von Zusammenarbeit, Kommunikation und Vertrauen zwischen allen beteiligten Akteuren.
Zum Abschluss wurde der Austausch als wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung kommunaler Resilienzarbeit gewürdigt. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis soll auch fortgeführt werden, um gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.